Nach Schultheiss Eröffnung

Am 16. August 2018  wurde die Mall of Moabit, genannt Schultheiss Quartier, des Investors Harald Huth eröffnet (Mall of Berlin am Leipziger Platz und Schloss in Steglitz gehen auch auf ihn zurück). Laut Medien (z.B. rbb)  zur allgemeinen Freude von Politik, Handelsverband und MoabiterInnen.
Die Turmstraße aber wird als Geschäftsstraße durch das Center weiter geschwächt. Auf den Extra-Reklameseiten der „Berliner Woche“, Nr. 33 2018, zur Schultheiss-Eröffnung ist ganz unverblümt von „Umzug ins SQ“ die Rede. In der Turmstraße sieht das Ergebnis zur Zeit so aus:

Hier in der Turmstr. 77 war „Ernsting’s family“, nun im SQ

Zugeklebte Schaufenster auch hier. Das Reformhaus Demski, Turmstr. 70,  hat ebenfalls die Geschäftsstraße verlassen, um im Schultheiss Quartier dabei zu sein

Das „Geschäftsstraßenmanagement“ und die „Projektsteuerer“, die mithelfen sollen, die Turmstraße als Einkaufsstraße wieder attraktiv zu machen, sind zu bedauern. Die Millionen, die zur Aufhübschung der Turmstraße im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Aktive Zentren“ vergeblich ausgegeben wurden, wer holt sie zurück? Kritische Stimmen von BürgerInnen gab es von Anfang an (z.B.) und hier , euphorische Beifallsklatscher aber auch.

B. Nake-Mann, 18. Aug. 2018
P.S.: heute, 19.8.18 gab es eine kritische Glosse im Tagesspiegel
https://www.tagesspiegel.de/berlin/schultheiss-quartier-in-moabit-mehr-shopping-monokultur-fuer-berlin/22922228.html

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