Trüber Tag – Kleiner Tiergarten-Ost, 7. Bauabschnitt

Am 27. Januar bin ich um den Bauzaun des 7. Bauabschnitts der Umgestaltung Kleiner Tiergarten/Ottopark herumgegangen. Baumfällungen und Sträucherrodungen hatten massiv begonnen.

Die Knöterich-Abschottung ist schon weg

Die Knöterich-Abschottung ist schon weg                         (Anklicken vergrößert das Bild)

Öffnung des Kleinen Tiergartens zu den umgebenden Hauptverkehrsstraßen ist halt das Ziel der Umgestaltung.

Am Parkrand an der Turmstraße standen hier mal Ziersträucher

Am Parkrand an der Turmstraße standen hier mal Ziersträucher

Hier kommt dann Tenne hin (das ist der Fachausdruck für harte Sandflächen), anstelle von Forsythia und anderen Sträuchern.

 

Vergeblicher Protest gegen Baumfällungen

Vergeblicher Protest gegen Baumfällungen          (Anklicken vergrößert das Bild)

Umrahmungen aus teurem Edelbeton werden auch im letzten Teil des Kleinen Tiergartens unbequeme Sitzgelegenheiten bieten und Abgrenzungen markieren.

Das waren mal Schwarzkiefer-, Ahorn- und Lindenbäume ...

Das waren mal Schwarzkiefer-, Ahorn- und Eichenbäume …        (Anklicken vergrößert)

Da der Bezirksstadtbaurat und andere immer wieder behaupten, sie schafften durch die teure Umgestaltung des Kleinen Tiergartens einen „Park für alle“ zitiere ich hier aus der Stellungnahme der damaligen Stadtteilvertretung Turmstraße (Arbeitsgruppe Grün) , Januar 2010:

“ … In einem so dicht bebauten Innenstadtbereich wie Moabit nördlich und südlich des Kleinen Tiergartens/Ottoparks ist die Grünfläche nicht nur wichtiger Frei- und Erholungsraum für die Anwohner, sondern auch Natur-Erlebnisraum für Jung und Alt! Einzelpersönlichkeiten unter den Bäumen – beispielsweise riesige
Rotbuchen – oder winzige Blümchen auf den Wiesen, wie Gänseblümchen, die noch am 22. November 2009 geblüht haben – können StadtbewohnerInnen die Natur im Wechsel der Jahreszeiten nahe bringen und erfreuen.
Kaum jemand hält es für möglich, aber es ist wahr: im Mai kann man seit Jahren Nachtigallen im Kleinen Tiergarten singen hören. Mitten im steinernen Berlin. Und bis in den Sommer auch die Mönchsgrasmücke und andere Singvögel.
Diese Qualität soll auch bei einer Umarbeitung des Kleinen Tiergartens erhalten bleiben. Entsprechende Untersuchungen/Kartierungen/Berichte sind vor
der Planung von Eingriffen auszuwerten und zu berücksichtigen. Bei gutem Willen lassen sich ökologische Erfordernisse (z.B. Habitate von Singvögeln) mit Interessen von Stadtmenschen in Übereinstimmung bringen, denn auch Menschen sind auf Naturerlebnisse existentiell angewiesen. …“

(aus: Anregungen für die Auslobung
des landschaftsplanerischen Wettbewerbs KTO – Kleiner Tiergarten / Ottopark der AG Grün der Stadtteilvertretung Turmstraße, Jan.2010).

Solche naturliebende Stadtmenschen werden von der Verwaltung von B-Mitte und von einer dienstbaren Presse einfach nicht wahrgenommen.

Und die Anregungen der damaligen Stadtteilvertretung wurden auch nicht wirklich beachtet. Nur nachträglich berief sich das Büro Latz + Partner auf die Stellungnahme der AG Grün – als es zu spät war und das Gegenteil verwirklicht.

28. Jan. 2015,   B N-M

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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