Archiv für den Monat März 2013

Eiben im Kleinen Tiergarten-Ost

Eiben (Taxus baccata) sind dunkelgrüne Nadelgehölze, die auch im Schatten hoher Laubbäume gedeihen. Sie können Hunderte von Jahren alt werden – wenn sie nicht vorher gefällt werden. Wegen ihrer ernsten Erscheinung nennen manche Leute sie „Friedhofsbäume“ und andere Leute möchten sie im Kleinen Tiergarten nicht haben, weil sie dort dunkle Ecken verdecken – hinter denen dunkle Gestalten sich verstecken (können).
Auch ich war im Beitrag „Denk mal! Gartendenkmal Kleiner Tiergarten“  damit einverstanden, dass die dunklen, hoch gewachsenen Eibenbüsche am Fuß des großen Silberahornbaumes im Senkgarten entfernt werden, damit Übersichtlichkeit und Raumwirkung des Senkgartens wieder hergestellt werden. Obwohl es mir um die 60jährigen Eiben leid tut.

"Was für ein schöner Busch!"                       Foto: C.R.

„Was für ein schöner Busch!“                                                                                          Foto: C.R.

Vor ein paar Tagen habe ich einem Moabiter, der jetzt erst auf die Planungen zur Umgestaltung des Kleinen Tiergartens aufmerksam geworden ist, die denkmalgeschützte Anlage gezeigt. „Was für ein wunderschöner Busch – wie eine Tanne!“  sagte er zu einem dunklen Eibenbusch im Senkgarten, „Warum soll der weg?“ – „Und die sollen auch alle weg?“ fragte er mit traurigem Blick auf die Eiben am Fuß des großen Silberahornbaumes.  „Ja“, sagte ich, und versuchte zu erklären: „Hier soll der Raum des Senkgartens wieder sichtbar und erlebbar werden. Und ängstliche oder misstrauische Menschen sollen freie Aussicht bekommen.“

Hochgewachsene Eibe am Rand des Senkgartens                                                                           Foto: C.R.

Hochgewachsene Eibe am Rand des Senkgartens                                                       Foto: C.R.

Ich folgte dem ungläubigen Blick des Freundes von Bäumen und Büschen auf weitere,  zur Fällung vorgesehene Eibenbüsche und –bäume im Kleinen Tiergarten. Und mir wurde klar: Wir Baumschützer müssen nochmal kritisch die Pläne ansehen und in der Wirklichkeit gerade bei allen wintergrünen Sträuchern fragen: behindern sie wirklich den Raumeindruck, wenn sie doch am Rand des Senkgartens stehen? Sollten sie nicht auch deshalb stehenbleiben, weil sie von Willy Alverdes zur Bildung von Raumsituationen gepflanzt worden sind, wie die Gruppen der „Torwächter“ am mittleren Süd-Nord-Weg?

Die "Torwächter" Richtung Lübecker Straße

Die „Torwächter“ Richtung Lübecker Straße

An manchen Orten wird es auch reichen, aus einer Gruppe von Eiben einzelne Büsche zu entfernen – zugunsten der Durchsicht.

Zumindest einer der Eiben- Büsche sollte stehen bleiben!                                                Foto: C.R.

Zumindest einer der Eiben- Büsche sollte hier stehenbleiben!                                          Foto: C.R.

Nicht umpflanzen! Das fordern die Bürgerinitiative SilberahornPLUS und die BürgerparkgruppeMoabit und kritisieren die Pläne der Planer Latz + Partner, Eiben „von Innen nach Außen“ (in die Sträucherinseln am Straßenrand) zu versetzen. Ein teures Vorgehen, mit fragwürdigem Ergebnis. Im Ottopark zu besichtigen, im Kleinen Tiergarten-West jetzt leider wieder geplant.

 BN-M, 27.3.13

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Winterfotos aus dem Kleinen Tiergarten

Nach den textlastigen Beiträgen der letzten Tage will ich hier ein paar Ansichten aus den Kleinen Tiergarten (Ost) veröffentlichen, die einfühlsamen Menschen zeigen, wie schön der Kleine Tiergarten auch bei Schnee und Eis und trübem Wetter ist.

Duftender Schneeball (Viburnum fragrans) blüht schon im Februar im Kleinen Tiergarten

Duftender Schneeball (Viburnum fragrans) blüht schon im Februar im Kleinen Tiergarten

Am vorigen Sonntag (10.3.13) war es trüb, aber der Schnee lockte zu einem Spaziergang in den Kleinen Tiergarten:

Im Senkgarten. Verschneite Hocker und Steintische und die Metallgestänge der früheren Springbrunnenschalen.

Im Senkgarten. Verschneite Hocker und Steintische und die Metallgestänge der früheren Springbrunnenschalen.
Kleiner Tiergarten (Ost). Unter alten Buchenbäumen. Blick Richtung Osten, zur St.Johannis Kirche

Kleiner Tiergarten (Ost). Unter alten Buchenbäumen. Blick Richtung Osten, zur St.Johannis Kirche

Das ist die "Winterblüte" (Chimoanthos praecox), die schon seit Februar im Senkgarten blüht.(Im Hintergrund der gerettete Silberahornbaum Nr. 339)

Das ist die „Winterblüte“ (Chimoanthos praecox), die schon seit Februar im Senkgarten blüht.
(Im Hintergrund der gerettete Silberahornbaum Nr. 339)

Zur Wahl und zur Funktion der Stadtteilvertretung

Am 14. März 2013 soll in der Heilandskirche eine „Stadtteilvertretung“ (STV) als Stimme der Bürgerschaft im Sanierungsgebiet Turmstraße gewählt werden. „Nach demokratischen Prinzipien“ laut Wahlordnung. Ohne Aussprache über einen Bericht der bisherigen STV. Wahl und Wirkungsmöglichkeiten der STV sind nach den bisherigen Erfahrungen (seit 2009) vor allem eine Alibi-Veranstaltung der Verwaltung. Auch wenn einige gutwillige Mitglieder der STV diese Erkenntnis verständlicherweise nicht an sich herankommen lassen.

Das Plangebiet um die Turmstraße wurde 2011 als Sanierungsgebiet ausgewiesen. Es gehört auch zum Bund-Länder-Programm „Aktive Orts- und Stadtteilzentren“ (AZ-Gebiet). Abgrenzungen siehe Rückseite des Bezirksorgans „ecke turmstrasse“. Als Erfolge von Protesten und Hausbesetzungen gegen Flächenabriss in Sanierungsgebieten der 1970er/80er Jahre gibt es in Berlin das Instrument der „Betroffenenbeteiligung“. Auch das Baugesetzbuch verlangt eine „Beteiligung und Mitwirkung der Betroffenen“ in Sanierungsgebieten (§ 137 BauGB).

In der Ausführungsvorschrift des Landes Berlin zur „Beteiligung und Mitwirkung der Betroffenen“ heißt es: „Das Wahlverfahren soll sicherstellen, daß möglichst jeder Betroffene an der Wahl teilnehmen kann und eine angemessene Vertretung der Betroffenengruppen erreicht wird“ (2. (2)) Genannt werden die Gruppen Mieter, Grundstückseigentümer, Pächter, Gewerbetreibende, freiberuflich Tätige und Arbeitnehmer.

Das ist in der geplanten Form der Wahl aber gar nicht möglich.

Wählen können nur Menschen, die am 14. März 2013 in die Heilandskirche kommen und hinein passen. Wenn’s hochkommt, 200-300 Leute. Im Wahlbereich wohnen und arbeiten – auch ehrenamtlich – etwa 30.000 Menschen. Sie alle dürfen wählen (soweit über16-Jahre alt).
300 Plätze in der Heilandskirche sind 1,0 % von 30.000.

Nur  e i n  Wahllokal für ca. 30.000 Wahlberechtigte mit nur 3 Stunden Öffnung an einem Termin abends stellt „demokratische Prinzipien“  in Frage.

Anders  z.B. bei BVV-Wahlen: hier gibt es schon für je 1.200 Wahlberechtigte ein Wahllokal, geöffnet von 8 – 18 Uhr und die Chance der Briefwahl.
99 % der Wahlberechtigten haben keine Möglichkeit, an der STV-Wahl in der Heilandskirche teilzunehmen.

Daher stellen sich Fragen zu demokratischen Standards der STV-Wahl:  

– Warum keine Briefwahl?
– Warum keine Wahl durch Geschäftsleute im Rahmen Geschäftsstraßenmanagement?
– Warum keine Wahl in betroffenen Gebieten Quartiersmanagement Moabit Ost und West?
– Warum keine Wahl in Alteneinrichtungen, Jugendtreffs?
– Warum keine Wahl in Moscheevereinen?  (Im Wahlgebiet leben ca. 30-40% Moslems)
– Kinder werden ständig als Interessengruppe der Planung eingespannt  –  aber warum dürfen sie dennoch nicht ihre STV-Vertreterinnen wählen?
– Warum keine  vollständige Kandidatenliste mindestens zwei Wochen vor dem Wahltermin ?
– Warum keine  Wählerlisten, wenn man doch den „demokratischen Anspruch“ hat ?

Die STV-Wahl am 14. März 2013 ist eine bloße Inszenierung von Bürgerbeteiligung.
Dennoch werden die pseudo-demokratischen Ergebnisse ernsthaft als Bürgervertretung vom Bezirksamt in Dienst genommen.

Wir bitten alle KandidatInnen und Gewählten, die sich trotz alledem engagieren wollen:

  • Verweigern Sie die Annahme der Ihnen zugeschriebenen „Betroffenenvertretung“, weil Sie diese tatsächlich aufgrund der Wahl-Inszenierung nicht haben können.
  • Geben Sie  a l l e  Anregungen von BürgerInnen unverfälscht dem Bezirk weiter, ohne Filter durch Geschäftsordnungs-  und Abstimmungsprozeduren in der STV.
  • Arbeiten sie konsensorientiert und aufgeschlossen!
    Arbeiten Sie anders als der Polit-Betrieb !

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Irreführende Angebote an STV-Kandidaten im Bezirksorgan „ecke turmstraße“

Die Sonderausgabe der „ecke turmstraße“ zur STV Wahl 2013 erweckt den falschen Eindruck, künftige StadtteilvertreterInnen könnten auf alle Entwicklungen des „Aktiven Zentrums“ und Sanierungsgebietes“ Turmstraße Einfluss nehmen: Verkehr, Grün, Wirtschaft, Handel, Mieten usw.  Gutwillig, aber illusionär stellen sich die 17 Kandidaten-Pioniere für die STV-Wahl mit ihren bevorzugten Arbeitsthemen in der „ecke turmstraße“  vor.

Tatsächlich zeigen der Stand der Planungen im Turmstraßengebiet und alle Erfahrungen beim Thema  Verkehr, beim Grün und bei der rechtskräftigen Planung des überdimensionierten Einkaufszentrums (Schultheiss-Areal), dass die neue STV in wesentlichen Fragen ohnmächtig ist.  Fraglich, ob das im Sanierungsgebiet für die Entwicklung der Mieten anders ist.

Die meisten Arbeitsinteressen der 17 Kandidaten-Pioniere gelten diesen Themen:
–  7 mal genannt:  Wirtschaft, Gewerbe, Handel, lokale Ökonomie
–  6 mal genannt Mieten, Sozialstruktur
–  6 mal genannt Verkehr
–  3 mal genannt Grün, Kleiner Tiergarten…

Auf diese gewünschten Arbeitsgebiete der STV-Kandidaten hat die STV jedoch praktisch kaum bzw. keinen Einfluß (mehr):

Gewerbe und Handel:

Weder die STV noch das Geschäftsstraßenmanagement hat sich intensiv mit den Folgen des geplanten Einkaufszentrums im Schultheissareal befasst, das mit 20.000 qm Verkaufsfläche (mehr als gesamte Turmstraße) und weiteren Merkmalen dem Ziel des „Aktiven Zentrums Turmstraße“  zuwiderläuft, die Turmstraße insgesamt als Geschäftsstraße (Stadtteilzentrum) zu stärken.
Das EKZ wird absehbar zur Verödung der Turmstraße  führen, obwohl der Stadtentwicklungsplan Zentren 3 des Senats solcher Entwicklung entgegen wirken will. Dieser wichtige Stadtentwicklungsplan wurde jedoch nie öffentlich in Moabit diskutiert (nach auswärts rühmt sich Berlin damit).

Die STV hat versagt – sie hätte zumindest eine öffentliche Informationsveranstaltung organisieren können. Wird die neue Stadtteilvertretung dazu eine Informationsveranstaltung organisieren?

>  Verkehr
Die Verkehrsplanung war nur formal und gegen Behörden-Widerstand für Bürgermitsprache offen. – Tatsächlich gab und gibt es fast keine Einflußchancen. – Die Planung ist auf der Turmstraße abgeschlossen; auf Alt-Moabit ist Stillstand verordnet (planungsbefangen wg. Straba-Option).  – Systematische Radverkehrsplanung (Angebotsstreifen) und bedarfsgerechte Rad-Abstellplätze gibt es nicht. –  Straßenbahnplanung nimmt prinzipiell keine Rücksicht auf den Kleinen Tiergarten. STV-Beschluss dazu ist Schall und Rauch.  –  Nebenstraßen bleiben vernachlässigt. – Korrektur fußgängerfeindlicher Ampelschaltungen wird vom Senat verweigert, ebenso Tempo 30 trotz gesundheitsschädlichen Verkehrslärms.
–  Die AG Verkehr der STV hat seit 2010 auf ihre konstruktiven Vorschläge weitgehende Ignoranz der Behörden-Planung erlebt.  Fast alles wurde von oben ignoriert, sabotiert – hoheitlich abgelehnt.  Die Idee wirksamen Bürgerbeteiligung  im „Aktiven Zentrum Turmstraße“ beim Verkehr ist blanke Illusion.

>   Grün
Die Planungen für Ottopark / Kleiner Tiergarten sind fast abgeschlossen. Hier bleibt die neue STV funktionslos.  Die alte STV hat ja bereits alle Pläne „im Großen und Ganzen“ bejubelt.  Aktiv werden könnte die neue STV in wenigen trostlosen Nebenstraßen (Jonas, Lübecker Str.) und für Straßenbäume im ganzen Plangebiet.

F a z i t :
Ohne STV wäre das Planungsergebnis im Turmstraßen-Gebiet nicht anders als es ist. 
Wofür braucht die Verwaltung das Feigenblatt „Stadtteilvertretung“?

Politik und Beteiligungskultur im Aktiven Zentrum und Sanierungsgebiet Turmstraße müssen geändert werden! – Wer macht es?

 Besprochen beim März-Treffen der Bürgerinitiative SilberahornPLUS

Vorab-Information und Plandiskussion

Am 7. März fand der Termin „zur Vorab-Information der Initiativen“ statt. Außer je zwei VertreterInnen von BI KTO, BürgerparkgruppeMoabit und BI SilberahornPLUS waren Moabiter Ratschlag, Park Café, STV, Fixpunkt, Polizei, BUND, Gutachter Gartendenkmal KT geladen und vertreten und außerdem das KoSP-Büro und die Zuständigen/Ansprechpartner von BA Mitte und Senat. Die Herren Stegmeier und  Gruber und N.N. von Latz + Partner. Insgesamt 25 Personen. Moderation: Herr Nopper.

Der Planentwurf vom 1.3.2013 enthält alte und überraschende neue „Planungsideen“, die das Gartendenkmal und Erholungsgrün Kleiner Tiergarten schwer beeinträchtigen, falls sie umgesetzt werden würden. Beispielsweise:

1. Die drei Gartenhöfe – wichtige Bestandteile der Parkanlage von Willy Alverdes !
Weder sind Raumgefüge (Wände, Hainbuchenhecken), noch Flächengestaltung (Blumenbeete, Wasserflächen),  noch Funktionen (Regenschutzhalle, angenehmer Aufenthalt), die W. Alverdes vorgesehen hatte,  im Entwurf vom 1.3.13 angemessen aufgenommen worden. Obwohl das, gefüllt mit zeitgemäßen Nutzungen, möglich wäre!  Kritik und Anregungen – von Ost nach West gesehen:

Regenschutzhalle und Gartenhof davor.
Für diesen Ort haben Bürgerinnen den Vorschlag eines „Familientreffpunkts“ im Nov. 2012 gemacht.  Leider sind Latz + Partner darauf nicht eingegangen.
Zusätzlich zur Nutzung als  „Familientreffpunkt“ sind dort weitere vielfältige, neue Aktivitäten möglich: beispielsweise auch  „künstlerische Arbeiten, Ausstellungen/Märkte“, die L+P am 7.3.13 für den mittleren Gartenhof vorgeschlagen haben. In Verbindung mit dem vorhandenen „Regenschutzdach“ der Alverdes-Planung und einem eventuellen zusätzlichen „Regenschutz-Segeldach“ (Bürgervorschlag vom Nov. 2012) wären die genannten Nutzungen/Treffen/Geburtstagsfeiern hier sehr viel besser zu verwirklichen als im mittleren Gartenhof, wo es keinen Regenschutz gibt.
Im Übrigen hat die Bürgerparkgruppe angeboten, die noch vorhandenen Pflanzflächen und Rankgerüste an beiden Längsseiten der Regenschutzhalle zu pflegen! Zur Wahrung des Raumgefüges der Gartenhöfe sollte auch die geschnittene Hainbuchenhecke, die Abgrenzung zum mittleren Gartenhof, erhalten bleiben, anders als im Bürgervorschlag vom Nov. 2012 gewünscht (da war dieser Gartendenkmal-Gesichtspunkt nicht präsent).

Der mittlere Gartenhof darf n i c h t  zugepflastert  werden! Im Plan vom 1.3.13 wird er – wie die beiden Gartenhöfe rechts und links – zur bloßen Durchgangsfläche bzw. zum Alibi-Ziel für die zerschneidenden neuen Wege über die große Wiese.
Um das Gartendenkmal zu erhalten, hat die Bürgerparkgruppe angeboten, Beet und ehemaliges Seerosenbecken (mit Stauden bepflanzt) in ihre Pflegebereiche aufzunehmen. .
Eventuell können diese Pflanzbereiche auch für die Mit-Betreuung durch KITA-Gruppen oder Schulklassen interessant sein.

Der westliche Gartenhof
Die vorhandene, eckige Beet- und Bodenplatten-Struktur muss erhalten bleiben, statt sie mit wassergebundener Bodendecke unkenntlich zu machen.
Dort kann statt der vorhandenen langweiligen Wacholderbüsche das von Eltern vorgeschlagene „Duftgärtchen“ angelegt werden. Das ist eine der besonders  sonnenexponierten Stellen im Kleinen Tiergarten! Die Bürgerparkgruppe hat auch dafür ihre Pflegebereitschaft signalisiert.

Die Verbindung von Duftgärtchen mit Sandspiel für Kleinkinder auf dem  vorhandenen Sandspielplatz  (er kann ja etwas kleiner werden, als zur Zeit) dürfte auch für die begleitenden Erwachsenen besonders attraktiv sein.  Vgl. den Bürgervorschlag vom Nov. 2012.
„Krönung“ wäre der von BürgerInnen   d o r t  vorgeschlagene „Pavillon“ – zwischen Sandspielplatz und Gartenhof errichtet.   Auf diesen Ortsvorschlag gehen Latz + Partner leider gar nicht ein.
Das im westlichen Gartenhof von Latz + P ziemlich zufällig platzierte Boulefeld könnte in den Senkgarten verlegt werden: in den östlichen Teil, anstelle des langen Wiesen-Beetes. Boulespielen kann eine verträgliche Nutzung und sinnvolle Belebung im Senkgarten sein.
Die Hainbuchenhecken, diese grünen, überschaubaren Zwischenwände zwischen den Gartenhöfen, müssen erhalten bleiben. Die denkmalgeschützte Anlage von Willy Alverdes, der  für BewohnerInnen der fünf-geschossigen Mietshäuser erholsame  „Garten- und Wohnhof“-Situationen schaffen wollte, darf nicht plattgemacht werden.
BI SilberahornPLUS und BürgerparkgruppeMoabit  setzen sich dafür ein, dass der Raum-eindruck der Gartenhöfe erhalten bleibt und die Beete und das ehemalige Seerosenbassin mit Blühendem bepflanzt werden.

2. Wegeerfindungen im Plan vom  1.3.2013
Wegeführungen, die Latz + Partner im Plan vom 1.3.13  neu aufgezeichnet haben, sind funktional nicht wirklich  zu begründen. Das wurde am 7.3.13 für die Wiesenquerungsbedürfnisse eindrucksvoll aufgezeigt ( vorhandener Diagonalweg!)
Hier soll auch betont werden, dass der  neue, asphaltierte Weg von der Turmstraße schräg nach WestSüdwest in den Park – innerhalb der „Heckenkörper“ –– völlig überflüssig ist, da die Planer  doch die Öffnung der Ränder durch wassergebundene Decke vorsehen (und davon leider nicht Abstand nehmen).
Die Sträucher und zierlichen Bäume (u.a. Blutpflaume) nördlich des mittleren und westlichen Gartenhofs waren bisher ein Nachtigallen-Habitat. Die Gehölze müssen unzerschnitten bis zum Fußweg an der Turmstraße reichen, damit eine Chance bleibt, dass Nachtigallen wieder kommen!

Die geplanten neuen Wegeführungen im nördlichen Kleinen Tiergarten, die über die Gartenhöfe führen würden, statt wie bisher an ihrem südlichen Rand vorbei – würden die Passanten/Radfahrer verwirren und die Nutzbarkeit der Gartenhöfe stören. Diese planerische Wegeführung  beweist  Unkenntnis  sowohl der Verbindungsbedürfnisse der Anwohner als auch der Qualitäten des Gartendenkmals Kleiner Tiergarten.
Die wirklichen Verbindungswünsche sind am existierenden Diagonalweg und am Trampelpfad vom Eingang GSZM Richtung Südwest abzulesen.

3. Wasserspiel (Sprudelbecken) im Senkgarten
Am 7.3.13 konnte Herr Katerbau die erfreuliche Mitteilung machen, dass an diesem Tag der Vertrag mit einem Sponsor für den Betrieb des Sprudel-Wasserbeckens im Senkgarten abgeschlossen worden sei. Hurra!

Aber was machen Latz + P aus der Situation? Rechts und links vom „potentiellen Wasserspiel“ legen sie (Grab-)Platten auf die ehemaligen Blumenbeete. Damit die Kinder ungefährdet im Sprudelbecken plantschen können. Nichts gegen Kinder, die von lebendigem Wasser angezogen werden. Aber die vorhandene Plattenumrahmung des Wasserbeckens ist mit ca 70 cm breit genug, um von dort aus ins Wasser zu langen.
Die Bürgerparkgruppe möchte die beiden parallelen Blumenbeete als Staudenbeete pflegen.
Anscheinend haben  Latz + P  sich nicht den Blick vom Café über den neugestalteten Zugang direkt auf das Wasserbecken  und in den Senkgarten hinein vorgestellt (computersimuliert). Wie trist und öde, wenn neben dem lebendigen Wasser sich nur steinerne Platten erstrecken würden! Und in der kalten Jahreszeit, wenn kein Wasser sprudelt?! Da können doch bereifte oder beschneite Gräser/Zweige/ Winterblüher einen lebendigen Anblick bieten.
Die Bürgerparkgruppe macht sich Gedanken über eine geeignete Bepflanzung und hofft auf die Unterstützung der Gartendenkmalpflege, bei der Abwehr von Grab-Platten neben dem Sprudelbecken!

 4. Weiterer Klärungsbedarf
Am 7.3.13 konnte aus Zeitgründen das Thema  „Eingriffe in die Vegetation, insbesondere Bäume und Sträucher“ nicht gründlich behandelt werden. Auch die Bürgerinitiativen hatten vom 4./5.3. (Eintreffen der Pläne mit Stand 1.3.13) bis zum 7.3.13 zu wenig Zeit, um geplante Baumfällungen im einzelnen  – und vor Ort-  zu prüfen.

Erfreulich ist, dass Herr Katerbau auch den Punkt „Eingriffe in die Vegetation“ als noch mal zu überdenken „von der Veranstaltung mitnahm“. Außerdem: die „Wegeführung“ und den beliebten „Sandspielplatz an der großen Wiese.“

12.3.13 BN-M

Stadtteilvertretung AZ Turmstraße

Gestern habe ich an ein noch aktives Mitglied der Stadtteilvertretung Turmstraße (viele der 2011 en bloc gewählten Siebenundzwanzig  sind nicht mehr aktiv …) eine Mail mit Foto geschickt:

…“Ihre Idee mit den Info-Schaukästen im Kleinen Tiergarten-Ost war gut.
Aber die Pflege der Inhalte ist leider katastrophal und wirft kein gutes Licht auf die STV.
Es hängen immer noch die Pläne mit dem Stand Sept. 2012 in den Kästen.
Die STV hat doch einen Etat und könnte aktuelle Planungsstände veröffentlichen. Jetzt den vom 1.3.2013.
Heute bin ich an einigen Kästen vorbei gegangen und habe das ang. Foto aufgenommen.
Irgend jemand hat das Wahlplakat zum 14.3. aufgehängt, hat aber nicht den überholten und mittlerweile unansehnlichen Plan rausgenommen…..“
A_0075

Gerade habe ich auf der Internetseite der Stadtteilvertretung nachgesehen, ob sie vielleicht die Anregung aufgegriffen haben und den neuesten Plan zur Umgestaltung Kleiner Tiergarten-Ost auf ihrer Seite veröffentlicht haben? Nein. (Noch) nicht. Es sind ja auch noch drei Tage bis zur Neuwahl, da soll dann über die Arbeit der letzten zwei Jahre berichtet werden. Eine Aussprache darüber ist ausdrücklich nicht vorgesehen. Siehe: ecke Turmstrasse, Sondernummer zur Neuwahl der Stadtteilvertretung, S. 8 : „Wahlordnung“, Punkt 4.1

Falls Kandidaten oder andere Interessierte an der Arbeit der Stadtteilvertretung hier mitlesen: ich habe in der  2009 neu installierten Stadtteilvertretung des Aktiven Zentrums (AZ) Turmstraße mitgearbeitet, aber 2011 nicht wieder kandidiert. Warum ? können sie hier lesen.

Interkulturelle Unterstützung für den Kleinen Tiergarten

Die Öffentlichkeitsarbeit der Verwaltung über die Umgestaltung des Kleinen Tiergartens hat leider viele Anwohner nicht erreicht. Auch die Initiatoren der BÜRGERiNNEN-ERKLÄRUNG zum ‚Kleinen Tiergarten (Ost)‘ wurden erst durch Informationen und Parkführungen der Bürgerinitiativen SilberahornPLUS und BürgerparkgruppeMoabit erreicht und alarmiert. Sie haben uns gebeten, bei der Verbreitung der BÜRGERiNNEN-ERKLÄRUNG zu helfen. Deshalb kann man sie hier auf unserem blog lesen.